Blog – der kleine Unterschied ist gar nicht so groß . . . hallo Klitoris!

 

Wir sind sexuelle Wesen. Durch die Sexualität unserer Eltern gezeugt. Und schon im Mutterleib können Erektionen über Ultraschall gesehen werden. Beim Knaben augenscheinlicher, aber natürlich auch beim Mädchen, denn anatomisch ist die Klitoris gleich aufgebaut wie der Penis. Dadurch, dass die Schwellkörper der Klitoris innen liegen ist die Erregung aber nicht in dem Ausmaß von außen wahrnehmbar wie beim Penis. Das ändert sich auch später nicht, aber ein erfreulicher Ruck in der Öffentlichkeit macht die Klitoris jetzt sichtbarer. Tatsächlich ist die Klitoris in ihrer Größe erst 1994 in die Medizinbücher und damit in die Köpfe der Menschen gewandert. Sexualtherapeutisch gesehen ist aber das Wissen sehr wichtig, weil erst durch das Wissen und das damit zusammenhängende Berühren eines Organs „Landkarten“ in unserem Gehirn abgebildet werden. Durch wiederholtes Berühren werden dann Nervenbahnungen geschaffen, die schnelle Information vom Gehirn zum Organ überbringen können.

die Klitoris

Die Klitoris ist dem bekannten Eisberg ähnlich, der das sichtbare Bewusste – etwa 10% – und unsichtbare Unbewusste – 90% – symbolisiert.

Das verwenden von Vibrationen zum Beispiel setzt einen hochfrequenten Reiz an der Spitze der Klitoris. Natürlich funktioniert so das Auslösen eines Orgasmusreflexes, der im unteren Lendenwirbelbereich angesiedelt ist. Damit wird aber ein nicht notwendiger „overload“ im System etabliert, der die 90% verborgener Spürsinnigkeit im Inneren überlagert. Der Orgasmus wird dann nur mehr auf diesen spezielle Reiz hin ausgelöst. Es dauert einige Zeit, bis man sich von diesem heftigen Reiz wieder entwöhnt hat und die Wahrnehmung dann auch auf das Innere lenken kann.

der Orgasmusreflex

Sexlogisch wird dieses Muster archaisch/mechanischer Modus genannt. Also ein Nützen des angeborenen Orgasmusreflexes mit Anspannung des Körpers und hochfrequenter Stimulation der Klitorisspitze oder der Glans penis, der Eichel – beides anatomisch genau die gleiche Struktur.

Für eine entspannte, bewusste Sexualität ist es aber notwendig, die Sexualorgane in ihrer Ganzheit wieder ins Leben zu rufen. Genauso, wie das Unbewusste für das Stabilisieren einer Persönlichkeit wichtig ist.

Und körpertherapeutisch können wir uns unsere Geschlechtsorgane ruhig als „Persönlichkeiten“ vorstellen. Und die haben, wenn man sich ihnen zuwendet, viel zu erzählen, aus dem tiefsten Geheimnisschatz!

die Entwicklung

In der Kindheit spüren wir unsere Sexualorgane, vor allem wir Frauen, nur indirekt. Die Burschen habe es da wirklich einfacher, da ist der Penis – „ich sehe ihn – ich kann ihn berühren und ich sehe, dass er sich verändern kann.“ Das hat natürlich auch Nachteile, denn gerade in der Pubertät macht der Konkurrenzkampf und Größe und Macht auch bei dieser „Persönlichkeit“ nicht Halt. Ganz im Gegenteil. Sexualtherapeutisch ist es sehr häufig, dass die Männer sich definieren als „steht er – so bin ich“. Das verdeutlicht die Wichtigkeit des Funktionieren des Penis. Die Frauen definieren sich mehr über „ich werde begehrt also bin ich“. Das unterstreicht auch die Wichtigkeit vom Partner/in be-achtet und wahr-genommen zu werden.

Kinder machen oft lustvolle Erfahrung wenn sie schaukeln, am Pferd sitzen, am Fahrrad fahren, Seile klettern oder in der Therme eine Wassermassage an den Geschlechtsorganen als angenehm und erregend wahrnehmen. Auch die Erfindung der elektrischen Zahnbürste hat zu nachvollziehbaren Experimenten geführt. Sexuelles lernen – wenn man es nicht stört – passiert ganz einfach durch das Wiederholen von Berührungen, die Spaß machen!

größer als angenommen

Die Klitoris ist ein großes Organ. Sie entspricht in den anatomischen Strukturen denen des Penis, nur dass die Schwellkörper eben nach innen und in eine rechte und linke Hälfte geteilt sind um eine Vereinigung möglich zu machen. Diese Vereinigung ergibt dann ein Einswerden von Mann und Frau wo auch Klitoris und Penis wie miteinander verschmelzen können.

Bis es zu dieser ganzkörprlich gefühlten Vereinigung kommen kann sind wichtige Erfahrungen notwendig. Zum Beispiel wie sich ein Körper anfühlt wenn er von innen bewohnt ist oder eben nicht, dazu aber später . . .

Vorerst möchte ich auf diese ersten wichtigen Informationen hinweisen und dazu einladen den eigene Körper bewusst von innen und außen wahrzunehmen. Wir Frauen haben auch ständig Kontakt mit unserer Klitoris, beim Sitzen können wir ein wenig schaukeln um sie zu spüren, beim Duschen können wir die ganze Fläche der großen Labien bewusst wahrnehmen. Die Klitoris liegt wie ein Fächer in der Größe von 4 Fingern in uns – ich nenne sie gerne UFO – also unbekanntes Flugobjekt. Schau dir das Video von Sophia Wallace an mit ihrem Projekt „Cliteracy“ auf YouTube.  Wer die Klitoris entdeckt, der oder dem werden Flügel gegeben . . .

deine Meditation

Dazu habe ich eine Meditation gesprochen in der ich den Zusammenhang zwischen den Reflexzentren unserer Wirbelsäule zusammengefasst habe.

Mach es dir gemütlich und lasse dich eine Viertelstunde nicht stören bei deiner „Bewusstseinsmeditation“!

Mehr dazu im nächsten Blog! Viel Inspiration mit dem erweiterten Blickwinkel! Und – ich freue mich natürlich über Kommentare und Fragen!

Audiodatei:

Viel Inspiration mit dem erweiterten Blickwinkel!

 

Foto: Eliah McDonnald

 

 


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3 thoughts on “Blog – der kleine Unterschied ist gar nicht so groß . . . hallo Klitoris!

  1. Danke, liebe Sandra,
    du machst Lust darauf mit dem eigenen Körper zu experimentieren und sich selbst etwas Gutes zu tun.
    Ich freue mich auf weitere Blogs
    Waltraud

    1. Danke liebe Waltraud für dein feedback!
      Wann kommt der nächste Beitrag von Dir? ganz liebe Grüße! Sandra

  2. So ein interessanter Beitrag! So wichtig darüber zu reden! Vielen Dank 🙂

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